Hannes Jaenicke - Schauspieler - Autor - Umweltaktivist

 



'Der Kopf ist rund damit man die Richtung der Gedanken ändern kann.'

Hannes Jaenicke

 

Foto: Marion Graeber



Die preisgekrönte Tierdoku-Reihe mit Hannes Jaenicke geht weiter; nach Gorillas, Haien, Elefanten und Löwen macht sich der Schauspieler und Tierschützer nun auf zu den besonders faszinierenden Meeresbewohnern.  

Seit 50 Millionen Jahren leben Delfine auf dem Planeten. Sie sind die größte Familie der Wale. Hannes Jaenicke besucht Forscher und berichtet über die Gefahren, die den Meeressäugern drohen.

Delfine sind eine der faszinierendsten und beliebtesten Tierarten und besitzen erstaunliche Fähigkeiten. Sie haben komplexe Verhaltensweisen, ein ausgeprägtes Sozialleben, Ich-Bewusstsein sowie verblüffende Intelligenz. Einige Arten sind akut vom Aussterben bedroht.

Hannes Jaenickes erstes Ziel ist das Rote Meer bei Hurghada. Hier arbeitet die Schweizer Biologin Angela Ziltener als einzige Forscherin weltweit Unterwasser: Ihre Erkenntnisse sammelt sie beim Tauchen mit wild lebenden Delfinen. Hannes Jaenicke kann sie begleiten.

Bis heute stammt das meiste Wissen über Delfine aus Forschungsarbeiten in Aquarien. Doch kann man daraus wirklich Rückschlüsse auf ein natürliches Verhalten ziehen? Kann man Delfine überhaupt artgerecht in Gefangenschaft halten? Diese Fragen stellt der Schauspieler und engagierte Tierschützer dem Leiter des Nürnberger Tiergartens und Delfinariums Dag Encke. Auch Orcas gehören zur Familie der Delfine. Der weltweit am besten erforschte Orca-Clan, die "Southern residents", leben vor der West-Küste der USA an der Grenze zu Kanada. Hier trifft Hannes Jaenicke den Orca-Spezialisten Ken Balcomb, der den Clan seit über vier Jahrzehnten erforscht. Mit großer Zufriedenheit beobachtet Balcomb die kritische Diskussion um die weltweit betriebenen Orca-Shows. Die jahrelange Arbeit von Wissenschaftlern und Tierschützern hat dazu geführt, dass der US-Konzern SeaWorld sich jetzt aktuell dazu verpflichtet, keine Orcas mehr in Gefangenschaft zu züchten und die Shows stufenweise einzustellen.

Mit spektakulären Unterwasser- und Drohnenaufnahmen zeigt "Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Delfine" eine hochaktuelle und faszinierende Dokumentation über eine der außergewöhnlichsten Tierarten unserer Erde.



Interview mit Hannes Jaenicke 

Von Marion Graeber

12. Juli 2016


Delfine sind faszinierende Wesen. Sie sind sehr körperlich. Sehr sozial. Sie schnattern, klicksen und singen zur Verständigung. Man geht davon aus, dass Delfine so viele Laute haben, wie wir Menschen Buchstaben. Wenn Delfine schlafen, legen sie trotzdem fünf bis sechs Seemeilen zurück. Da Delfine nur eine Stunde zur Nahrungsaufnahme brauchen haben sie ganze 23 Stunden am Tag Zeit, sich dem Schlaf, dem Spiel und dem Sex zu widmen. Was ein wundervolles Leben - könnte man meinen.


Ein Delfin der schläft, schläft nachweislich nur mit einer Gehirnhälfte. Die andere wacht. Dies dient in erster Linie hierzu, die Jungtiere zu beschützen. Denn der Delfinnachwuchs ist Haibeute.


Gehören Delfine zu der Familie der Wale, weiß man heute, dass es Wale gibt, die südlich des Äquators leben und Wale, die nördlich des Äquators leben. Sie treffen nie aufeinander. Und auch Wale finden sich zurecht über ihre ganz eigene Sprache. Man ist sich inzwischen sogar sicher, dass es Walgruppen mit eigenen Dialekten gibt. Doch trotz ihrer Verständigung müssen wir immer wieder gestrandete Wale an den Küsten unserer Meere entdecken. Wale, die zu Tode kommen, da sie vom Unterwasserlärm fehlgeleitet werden.


So ist wie so oft der Mensch und sein Verhalten - Feind Nummer eins.


Es ersticken jährlich beispielsweise 650.000 Meeressäuger in Fischnetzen. Und auch die Plastikvermüllung der Meere spielt eine große Rolle. Orcakadaver kommen auf Sondermüllhalden, denn öffnet man ihre Bäuche sind diese angefüllt mit Plastikmüll. Inzwischen schwimmt sechs Mal mehr Mikroplastik im Meer als Plankton.



Delfine - woher rührt deine Faszination für diese Meeresbewohnern?


Ich bin Surfer und ich sehe sehr viele Delfine. Wir wollten die Doku eigentlich schon vor Jahren machen, aber die Elefanten und das Elfenbeinthema, wie auch die Löwenjagd waren aktuell und wir haben das vorgezogen.


 

Foto: ZDF Markus Strobel


Warum mag der Mensch Delfine so sehr?


Delfine sind extrem soziale Wesen. Warum der Mensch Delfine mag? Delfine sehen freundlich aus. Sie haben ein freundliches Gesicht. Es scheint, sie lächeln immer, selbst, wenn man sie in viel zu kleine Becken sperrt.


Wie haben sich die Delfine entwickelt?


Der Delfin hat sich im Lauf der Evolution vom Land zurück ins Wasser entwickelt.


Erstaunlich - Wie und wo wird das Leben der Delfine erforscht?

 

Es gibt weltweit zwei Projekte – Australien und Ägypten, bei denen Delfine in freier Wildbahn erforscht werden. Die Tiere in Gefangenschaft zu studieren ist fragwürdig. Es gibt Studien, die können in Gefangenschaft nicht gemacht werden. Tiere verhalten sich in Becken anders als im offenen Meer. Ich verdonnere die Forschungen an gefangenen Tieren nicht grundsätzlich,  aber die Ergebnisse in freier Wildbahn sind natürlich spannender.


Foto: ZDF Angela Ziltener



Foto: ZDF Angela Ziltener


Wie schnell schwimmen Delfine eigentlich?

 

Man unterschätzt, wie schnell Delfine sind. Selbst wenn sie schlafen schwimmen sie fünf bis sechs Seemeilen.


Man hört immer wieder von therapeutischen Begegnungen mit Delfinen. Was hälst du davon?


Die Therapie mit Delfinen – das ist eine verlogene Angelegenheit. Das ist leider ein Argument der Delfinarien. Man kann genauso erfolgreich mit Hunden und Pferden therapieren.


Wie war das für dich, den Delfinen zu begegnen?


Delfine sind neugierig, sie kommen, checken dich ab und zack sind sie wieder weg.


Können Delfine auch aggresives Verhalten zeigen?

 

Delfine sind nicht aggressiv. Sind sie von der Gruppe ausgeschlossen worden, zeigen sie in seltenen Fällen aggressives Verhalten.


Foto: ZDF Markus Strobel


Foto: ZDF Markus Strobel


Wer ist der nächste Verwandte des Delfins?


Der Orca.


Wie ist das mit den Orcas?


Der Orca ist der gefährlichste Räuber im Wasser. Er frisst auch größere Haie und Wale.


Wie alt werden Orcas?


Orcas können in freier Wildbahn so alt werden wie wir Menschen. In Gefangenschaft erreichen sie in etwa die Hälfte unseres Lebensalters.


Foto: ZDF Markus Strobel

 



Was bedroht Delfine und Wale nun konkret?


Es gibt zwei große Bedrohungen. Das sind die Überfischung und die Meeresverschmutzung.

Auch Geisternetze sind beispielsweise ein großes Problem. Des Weiteren zerstört der Unterwasserlärm das Gehör der Tiere. 

 

Apropos Meeresverschmutzung - ist es überhaupt noch gesund Fisch zu essen?


Wer glaubt Fisch sei gesund, der ist schlecht beraten.

 

Hast du ein Lebensmotto?

 

Der Kopf ist rund damit man die Richtung der Gedanken ändern kann.

 

Mein Lieblingssprichwort kommt aus Hawaii: There are two ways to be rich – make more or want less. Man braucht so wenig, wenn man ehrlich ist.


 

 

Foto: ZDF Markus Strobel






Liebsten Dank für das schöne Interview und alles Liebe für deine weiteren TV Dokus und Schauspielprojekte




 

'Die meisten Leute sind entweder nicht informiert oder falsch informiert'

Hannes Jaenicke

 

 

Foto: Carsten Sander

 

 

Hannes Jaenicke ist im Jahre 1960 in Frankfurt am Main geboren. Einen Teil seiner Kindheit verbrachte er in den USA. Seine Schauspielausbildung absolvierte er in Wien. Ebenso besuchte er die Wiener Opernschule und die London School of Modern Dance. Auf der Bühne war er viele Jahre am Burgtheater und am Volkstheater in Wien. Auch das Theater in Bonn, Köln und Berlin bespielte er. Bei den Salzburger Festspielen war er ebenfalls zu sehen. Mit dem Fahrstuhlthriller „Abwärts“ startete Jaenicke im Jahre 1984 seine Karriere beim Film.

Seit 2010 schreibt Hannes Jaenicke auch Bücher. In „Wut allein reicht nicht – wie wir die Erde vor uns schützen können“, zeigt er sein Engagement für die Umwelt und die Rettung aussterbender Tierarten auf. So sind es Debattenbücher zu Themen, die ihn ergreifen. Bereits im Jahre 2007 hat Hannes Jaenicke gemeinsam mit Judith Adlhoch begonnen Umweltskandale und die direkten Auswirkungen auf das Leben der Menschen aufzudecken. Weiter Projekte sind „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und das Engagement für die Christoffel-Blindenmission.

 

 

Interview mit Hannes Jaenicke 

Von Marion Graeber

28. Juni 2015

 

 

Sie engagieren sich für den Naturschutz. Für Menschen. Gibt es ein Schlüsselerlebnis für Ihr

soziales Engagement?

 

 

Das hat bestimmt mit meinen Eltern und ihrer Erziehung zu tun, sie waren beide politisch interessiert und sozial engagiert. Es hat sicherlich auch damit zu tun, dass ich seit mittlerweile fast 40 Jahren Greenpeace Mitglied bin und mich zunehmend wundere, dass wir seit den frühen 70ern wissen, was umweltpolitisch passieren müsste, aber exakt das Gegenteil passiert. Und wenn man wie ich in der TV-Branche arbeitet, überlegt man, ob man die Medien nicht noch anders nutzen kann als nur zur Unterhaltung. Was ich aber als Schauspieler nach wie vor sehr gerne mache. Lächelt.

 

 

Sie meinen insbesondere die Dokumentationen?

 

 

Ja, ich war immer  ein großer Doku-Fan. Wenn ich nachts im Hotel den Fernseher laufen lasse, erwische ich mich oft, wie ich bei Dokus hängen bleibe. So entstand auch die Idee zu unseren Dokumentarfilmen.

 

Sehen Sie einen mangelnden Informationsfluss als Ursache für unser schlechtes Umweltbewusstsein?

 

Die meisten Leute sind entweder nicht informiert oder falsch informiert. In der Werbung, der Industrie, der Politik, bei Energiekonzernen, bei Autokonzernen, bei unserer Klimakanzlerin, die sich angeblich so um die Umwelt kümmert – da wird unfassbar viel geschwafelt und gelogen. Es ist schwer, echte Information zu bekommen. Das ist glaube ich das Problem.

 

 

ZDF: Markus Strobel

 

 

Was zeichnet Ihre Dokus aus?

 

Wir recherchieren extrem gründlich. Die Messlatte bei Dokus liegt durch die Filme der BBC ausgesprochen hoch. Die Zuschauer sehen seit 40 Jahren die wahrscheinlich weltbesten Dokus aus England, USA und Frankreich. Die laufen ja fast täglich rund um den Globus. Wir müssen auf ähnlichem Niveau arbeiten.  

 

Im Einsatz für Löwen – So nah an den Wildkatzen dran zu sein, macht das nicht auch ein bisschen Angst?

 

 

Nein.  Wir machen das jetzt seit fast zehn Jahren. Vor Tieren hatten wir eigentlich noch nie Angst. Lästig beim Löwen-Dreh waren nur die Tsetsefliegen. Die kapieren sehr schnell, dass es im Auto richtig viel zu stechen gibt. Kaum ist ein Fenster auf, ist das Auto voll. Menschen sind weitaus beängstigender. Die Haiflossenhändler aus Hongkong beispielsweise. Oder die Löwenzüchter, die Raubkatzen als teure Abschuss-Objekte an Großwildjäger verkaufen.   

 

 

Foto: ZDF Markus Strobel

 

 

Die Großwildjagd ein Millionengeschäft. Wie erklären Sie sich die Freude am Töten?

 

 

Ganz ehrlich, das kann ich mir nicht erklären. Es ist mir ein Rätsel, wie man eine Schusswaffe in die Hand nehmen kann, um auf Löwen, Zebras, Giraffen oder Elefanten zu schießen. Es ist mir absolut unerklärlich. Es ist ein völlig unfairer, perverser Kampf.  Die Tiere haben keine Chance. Die Leute werden im Geländewagen zu den Tieren hingekarrt, dann wird ihnen die Waffe gereicht. Oft sind es miserable Schützen, die zehn, elf, manchmal bis zu 20 Schuss brauchen, um ein Tier zu erlegen. Dass Deutschland den Trophäenimport immer noch nicht verboten hat, sagt viel über das Interesse unserer Regierung am Naturschutz aus. Ich kann als Deutscher nach Kanada fliegen, einen Eisbären abknallen und ihn als sogenannte Haushaltsware oder als Dekorationsobjekt nach Hause importieren. Das haben die Amerikaner schon vor zehn Jahren verboten. Auch in Australien lassen sie keine Löwentrophäen mehr rein. Die Chefin vom Zirkus Krone beispielsweise will in diesem Jahr einen Weltrekord aufstellen – ein Dompteur mit 70 Raubkatzen in einer Zirkusnummer. Ich will gar nicht wissen, wie sie diese Raubkatzen hält. In Deutschland ist das im Gegensatz zu Österreich oder Skandinavien  völlig legal. Wir sind da einfach hinterher.

 

 

Foto: ZDF Markus Strobel

 

 

Sind Sie Vegetarier?  

 

Ja, schon seit 30 Jahren. Aber mein Kameramann ist beispielsweise ein großer Steak-Fan. Ich bin  da nicht missionarisch. Auch meine bessere Hälfte isst gerne mal Fleisch.  

 

Ich habe ja durch Sie, Herr Jaenicke meinen Plastiktütenkonsum nahezu eingestellt.

 

Großartig. Geht ja, stimmts?!

 

Ja, absolut.  

Bekommen Sie feedback von Menschen in Bezug auf Ihre Arbeit für die Umwelt?

 

Manchmal ganz toll und total ermutigend. Manche machen sich aber auch lustig. Aber daran hab ich mich gewöhnt. Eine Frau hat mir erzählt, dass sie nach dem Lesen meines letzten Buches in ihrem Einzelhandelsunternehmen die Plastiktüten durch Papiertüten ersetzt hat. Da dachte ich mir, allein dafür hat sich das Buch schon gelohnt.   

 

Wenn Sie mit Ihrer Arbeit bei den Menschen ankommen ist das wichtig. Denn dort wird und kann Umweltbewusstsein gelebt werden. 

  

Richtig. Genau.

 

Können Sie einen Wunsch für sich oder für die Welt formulieren?

 

Der Dalai Lama sagt: „Wir sollten sanft mit der Erde umgehen“. Das ist ein Satz, den ich sehr  mag.

 

 

 

 

 

 

StuttgarTango - gerne würde ich Sie abschließend noch fragen, ob Sie Berührungspunkte mit dem Tango Argentino haben?

 

Ich bin ein großer Fan von Astor Piazzolla. Ich habe den Tango auch mal ein bisschen gelernt, aber ich bin nicht sehr weit gekommen. Aber die Musik, die ist großartig.

 

 

 

 

 

Lieben Dank für das schöne Gespräch Herr Jaenicke. Ich wünsch Ihnen alles Liebe.  

 

 

  

 

 

'Viele Tierarten, mit denen unsere Vorfahren gelebt haben,

gibt es heute nicht mehr'

Hannes Jaenicke 

 

 

Foto: ZDF Guido Ohlenbostel

 

Februar 2014

 

 

Nach den Orang-Utans, den Eisbären, Haien und Gorillas widmet sich Hannes Jaenicke aktuell um Elefanten:

 

Die Dickhäuter sind majestätisch, gleichzeitig sanftmütig und in vielerlei Hinsicht den Menschen ähnlich. Doch es tobt ein Krieg um ihre Stoßzähne - das begehrte Elfenbein kostet jährlich rund 40.000 Tieren das Leben. Hannes Jaenicke machte sich in Kenia auf die Suche nach den skrupellosen Wilderern und den verwaisten Elefantenbabys, die dann von Tier- und Naturschützern jahrelang mühevoll aufgepeppelt werden müssen. In "Im Einsatz für Elefanten", zeigte Jaenicke eine bewegende und preisgekrönte Tierdoku im ZDF.   

 

Eine Sensibilität für Natur um Umwelt zu schaffen, das ist Hannes Jaenicke wichtig. So ist Jaenicke nicht nur Schauspieler, Dokumentarfilmer und Buchautor, sondern auch Umweltaktivist. Die Vielfalt unseres Planeten, sowie die Artenvielfalt, darauf möchte Jaenicke aufmerksam machen. Er möchte mit Hintergrundwissen dem Zuschauer auf eindringliche Weise den Zusammenhang zwischen der Umweltzerstörung, dem Artensterben und unserem Konsumverhalten verdeutlichen. Ein Problem - der ausufernde Plastiktütenkonsum.   

 

Foto: ZDF G
Foto: ZDF Guido Ohlenbostel

 

 

 

   

 

Foto: ZDF Markus Strobel

 

 

 

 

 

'Spirit of Arabia'

 

'Wir teilen unser Leben mit all den anderen Menschen auf dieser, unserer Welt. Wir sind alle gleichwertig – Männer, Frauen und Kinder, ganz gleich, wo wir unsere Heimat haben'


Issam A. Karim

 

Foto: Dr Ralph Fischer

 

Ein Leben ohne Leidenschaften hat für den Stuttgarter Kaffeebarbesitzer, Issam A. Karim wenig Sinn. Viele seiner Aktionen beschäftigen sich mit dem Leben. Aber es geht auch immer um die Menschen. Eine abenteuerliche Reise soll ihn auf einem Lambretta Roller (Baujahr 1972) durch verschiedene Länder führen. Im Gepäck nicht viel mehr als ein paar Träume.

 

 

 

 

 

'Die Menschen dachten damals, wo Musik spielt kann es nicht so schlimm sein'

Esther Bejarano

 

Foto: Marion Graeber

 

 

Marion Graeber

 

 

Wenn die Musik zum Mittler wird – Esther Bejarano singt für die Menschlichkeit. 70 Jahre KZ Leonberg waren am vergangenen Samstag Grund und Anlass genug für eine Lesung und ein Konzert an der Gedenkstätte des alten Engelbergtunnels.    

 

Esther Bejarano ist eine der letzten Überlebenden des Mädchenorchesters von Auschwitz. Ihre Geschichte ist bewegend und herzergreifend. Lauscht man ihren Worten wird man in eine Welt versetzt, die man heute nicht fassen, nicht greifen und nicht begreifen kann. Esther Bejarano wurde im Jahre 1924 in Saarlouis geboren und ist in Saarbrücken und in Ulm aufgewachsen.

 

1940 kam sie im Alter von 16 Jahren allein in ein Palästina Vorbereitungslager. Von diesem Zeitpunkt an hat sie ihre Eltern und Geschwister nie wieder gesehen.  1941 wurde sie in ein Zwangsarbeitslager gebracht, von wo es weiter nach Auschwitz ging. Dort musste sie sinnlose Schwerstarbeit verrichten. „Ich musste ganz schwere Steine schleppen. Ich habe das vier Wochen gemacht, merkte aber, wie meine Kräfte schwinden“, erläutert sie. Mit der Anfrage für das Mädchenorchester sah Bejarano eine Möglichkeit der stupiden, vernichtenden, ja tödlichen Arbeit zu entgehen. Das junge Mädchen spielte damals Klavier, doch anstatt des Klaviers gab es nur ein Akkordeon. „Ich hatte nie ein Akkordeon in der Hand, aber ich habe gesagt, ich könne spielen“, erzählt sie. „Es gelang mir die Töne zu treffen, es war wie ein Wunder“, fährt sie fort. Und genau dieses Wunder mit und um das Akkordeon rettete dem jungen Mädchen das Leben. Fortan musste sie keine schwere Arbeit mehr verrichten.  

 

Am KZ Tor Auschwitz begleitete sie die zur Arbeit gezwungenen Menschen mit Marschmusik in den Tag. Auch als sie geschunden von ihrer sinnlosen Arbeit zurück kamen, wurden sie mit Musik in Empfang genommen. Selbst Neuankömmlinge wurden auf diese Weise begrüßt. „Die Menschen dachten damals, wo Musik spielt kann es nicht so schlimm sein. Das war eine schreckliche, psychische Belastung für das Orchester“, betont sie traurig. Furchtbare Erlebnisse, Krankheit, Leid und Tod begleiteten Bejarano bis zum Kriegsende. Doch sie überlebte den Holocaust. Sie wanderte nach Palästina aus, kehrte später nach Deutschland zurück und lebt heute in Hamburg. Zusammen mit ihrer ebenfalls singenden Tochter Edna und ihrem Sohn Joram am Bass musiziert sie seit den 1980er Jahren jüdische und antifaschistische Lieder.  

 

Foto: Marion Graeber

 

 

Gemeinsam mit den Kölner Rappern „Microphone Mafia“ war sie nun am Eingang zum alten Engelbergtunnel zu erleben. Rosario Pennino und Kutlu Yurtseven kennen sich seit ihrer Kindheit. Die Immigranten-Kinder fingen an gemeinsam Musik zu machen und rappen italienisch, türkisch, kölsch und deutsch. Nachdem der Lehrer Yurtseven der heutigen Jugend mit „Wir rappen die Klassiker“ Goethe und Schiller näherbringen konnte, wurden sie angefragt, ob sie nicht auch Texte von Überlebenden des Naziterrors vertonen wollten. Mit dem Kontakt zur Familie Bejarano entstanden verschiedene Projekte. Eines davon ist „La Vita Continua – Das Leben geht weiter, Musik für die Menschlichkeit“. „Wir empfinden es als ein Geschenk des Schicksals“, erklärt Yurtseven die gemeinsame Musik mit Esther Bejarano.  

 

Die Lieder der Musiker sind mit intensiven Texten, in denen es um Gerechtigkeit, Menschlichkeit und die Individualität geht, angereichert. Die Mischung aus Rap, Lied und Lyrik, aus traditionellen und neuen Texten, macht dieses Projekt zu etwas besonderem. So zeigen die Musiker eindrücklich, dass Menschen aus verschiedenen Generationen, unterschiedlichen Ländern und Religionen gut miteinander leben können.

 

 

Auszug Veröffentlichung Stuttgarter Zeitungsverlag - Stuttgarter Zeitung, Leonberger Kreiszeitung

 


 

 

 

'Der Sinn des Lebens für mich war immer, sozial verträglich zu leben, eine Spur zu hinterlassen und nicht nur Staub auf zu wirbeln'

 

Rüdiger Nehberg 

 

 

Foto: TARGET-Nehberg

 

 

Ein Leben der Extreme – was einst reine Abenteuerlust war ist längst eine echte Lebensaufgabe. Rüdiger Nehbergs Gedanken sind fern ab der romantischen Lagerfeuermentalität. Der Abenteurer ist seinen Survival Touren entwachsen. Ist ein Mann mit Visionen. Mit seinem leidenschaftlichen Engagement für die Rechte der brasilianischen Yanomami Indianer setzte er Zeichen. Sir Vival, wie ihn seine Fans liebevoll nennen, wurde vom Adrenalin getriebenen Abenteurer zum leidenschaftlichen Kämpfer für unterdrückte und hilflose Menschen. Als Menschenrechtler geht er seit Jahren Schritt für Schritt einen holprigen und schweren Weg. Sein Einsatz berührt und mit seinem Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung ist er bei seiner Lebensaufgabe angelangt.


Zutiefst bedrückt und mit Tränen in den Augen lausche ich Rüdiger Nehbergs Worten. Weibliche Genitalverstümmelung. Weltweit sind 150 Millionen Frauen betroffen. Was weiß ich davon? Was hab ich darüber schon gelesen oder gehört? Wo passiert das? Wer macht das? Wie wird das gemacht? Und: WARUM?

 

Rostige Dosendeckel, Rasierklingen, Dornen – Werkzeuge um Mädchen die Möglichkeit auf ein normales Leben zu nehmen. Bereits Babys fallen der Tradition zum Opfer. Ein Teil von ihnen verblutet, die anderen quälen sich durch den Alltag. Denn die Beschneidung der weiblichen Genitalien bedeutet nicht nur den Verlust der Lust. Die mit Dornen zugesteckte Scheide lässt  die natürliche Öffnung auf die Größe eines Strohhalmes schrumpfen. Der Liebesakt wird nahezu unmöglich. Auch die natürliche Ausscheidung, ob Urin oder die Menstruation, kann nur noch über diese kleine Öffnung abfließen.

 

Ehemänner, die vor dem Geschlechtsverkehr die Scheide mit einem Messer öffnen dürfen. Babys, die den schwangeren Müttern, ohne Betäubung, direkt aus dem Bauch geschnitten werden. Horrorszenarien und in westlichen Kulturen unvorstellbar.

 

Ein Verbrechen an der Menschheit, an der Weiblichkeit. Mit jedem angesetzten Messer wird den Mädchen nicht nur ihre Weiblichkeit geraubt, sondern auch ihre Würde genommen. Mit einer verletzen Seele bleiben sie zurück. Entrückt, manchmal für immer sprachlos.

 

 

 

Foto: Marion Graeber

 

 

 

 

Interview mit Rüdiger Nehberg

Von Marion Graeber

25. Februar 2014

 

 

Wie sind Sie aufgewachsen? Woher kommt Ihre Liebe zur Natur und auch Ihre Liebe zu den Mitmenschen?

 

Kriegsbedingt ist meine Familie ständig umgezogen. Aber immer hatte ich das Glück, in unmittelbarer Nähe von Wäldern und dem Meer zu leben. Es war mein Vater, der mich lehrte, welch interessante Geschöpfe zum Beispiel Schlangen sind, und wie wichtig jedes Detail in der Natur ist.

 

Wie haben Sie selbst Ihre Abenteuerleidenschaft entdeckt?

 

Die ist in mir veranlagt. Der gesamte Rest meiner Familie war bodenständig bürgerlich. Alle waren  Banker zu jenen hehren Zeiten, als „Banker“ noch ein ehrenwerter Beruf war. Ich hingegen war immer unruhig. Standardsatz meiner Mutter: „Nun sitz doch endlich mal still.“ Mit vier Jahren bin ich zum ersten Mal auf Wanderschaft gegangen. Ich wollte meine Großmutter am anderen Ende von Bielefeld besuchen. Ich habe mich verlaufen. Anderntags fand mich die Polizei schlafend unter einem Rhododendronbusch in der Stadt.

Das nächste Mal verschwand ich im Alter von 17 Jahren. Per Fahrrad nach Marokko, um Schlangenbeschwörung zu lernen. Meine Eltern wähnten mich in Paris. Ein Freund schickte ihnen jede Woche eine vorgefertigte Ansichtskarte.

 

Sie waren einst selbstständiger Konditor – wie waren Ihre Lebensumstände? Ab wann wussten Sie, dass dies nicht der einzige Weg in Ihrem Leben sein sollte?

 

Mit 15 musste ich mich bereits für einen Beruf entscheiden. Hungergeprägt wurde ich Bäcker, Konditor und machte mich selbstständig in Hamburg. Irgendwann hatte ich 50 Mitarbeiter. Meine Spezialität waren Marzipankarikaturen. Mein Werbeslogan „Es gibt Schlechtere“. Der Laden brummte, aber die Tätigkeit erfüllte mich nicht. Als Ausgleich diente das Reisen auf eigene Faust in abgelegene Gebiete. Tolle Mitarbeiter ermöglichten mir das. Mein Wissen um Survival befähigte mich, notfalls auch ohne Ausrüstung lange allein im Abseits der Erde klarzukommen. Die Unabhängigkeit vom Luxus der Zivilisation verschaffte mir das Glücksgefühl, mich als autarkes Lebewesen zu fühlen. Wie jedes frei lebende Tier. Zwei Beispiele: allein auf massiver Tanne über den Atlantik. Oder nur mit Badehose und Sandalen vom Hubschrauber im Urwald Brasiliens abgesetzt und nach drei Wochen wieder auf der Matte der Zivilisation... 30 Bücher berichten davon. Meine Konditorei wurde zum Buchladen.

 

 

Foto: TARGET-Nehberg

 

 

 

Suchen /suchten Sie über Ihre Touren die persönliche Herausforderung? Situationen um das Leben in seiner ganzen Intensität zu spüren?

 

Genau das. Von Torten zu den Tortouren...

 

Ihre erste Abenteuertour….

 

Sie führte mich zum Blauen Nil in Äthiopien. Ur-Afrika. Nach einem Fehlversuch gelang mir mit zwei Freunden die Erstbefahrung. Bei einer weiteren Befahrung wurde ein Freund erschossen. Inzwischen sind es 25 bewaffnete Überfälle, die ich überlebt habe. Die Hälfte mit Glück, die andere Hälfte mit Survival.

 

Ihre intensivsten Erlebnis- und Survivaltouren….

 

Der Marsch ohne jede Ausrüstung (kein Messer, keine Medizin, keine Landkarte, kein Kompass...), vom Hubschrauber abgesetzt, durch den Regenwald. Als Erstes habe ich mir einen Knüppel gesucht. Mit ihm habe ich Lärm verursacht, um den Jaguar vor zu warnen. Dann habe ich mir ein Steinbeil gemacht, irgendwann ein Floß aus Schilf. Oberste Heimkehrregel: „Dem erstbesten Bach folgen. Alle Flüsse münden nach Monaten in den Amazonas“.

 

Sie waren in Ihrem Leben in vielen lebensbedrohlichen Situationen. Haben auch Mitreisende/Freunde sterben sehen. Wie verarbeitet man das?

 

Das braucht seine Zeit und wird über Albträume irgendwann bewältigt. Unglücke lehren einen auch, anders zu reisen. Seit den schlimmen Erfahrungen am Blauen Nil tappe ich nicht mehr ungefragt durch unbekannte Gebiete. Wenn möglich, versichere ich mich der Erlaubnis und des Schutzes des Landesherrn. Dasfunktioniert in Wüsten.

Auf dem Ozean (per massivem Baumstamm, Tretboot, Bambusfloß) gelten andere Gesetze. Da ist man selbst verantwortlich für seinen Schutz. Den gaben mir voran gegangene Trainings, Kurse, unsinkbare „Boote“, Waffen.

Bei den Urwaldtouren zu den Yanomami habe ich mich ständig laut bewegt. Mit Gesang, Knüppel als Trommel, Mundharmonika.

 

 

 

Foto: TARGET-Nehberg

 

 

 

Sie setzen sich insbesondere für die Yanomami-Indianer in Brasilien ein. Wie kam es dazu? Was haben Sie erreicht?

 

Ich hörte Widersprüchliches über sie, als ich das erste Mal in Brasilien war (1980). Die Regierung behauptete, sie seien geschützt, weil sie das letzte frei lebende Urvolk des Kontinents seien. Menschenrechtler behaupteten das Gegenteil. Eine Armee von Goldsuchern vernichte sie. Daraufhin habe ich mir einen eigenen Eindruck verschaffen wollen. Das erste Mal bin ich allein zu ihnen gegangen. Ein Fischerboot hatte mich an der Peripherie der Zivilisation abgesetzt. Dann marschierte ich immer „geradeaus“ und spielte nonstop Mundharmonika. Die Musik unterschied mich von den Goldsuchern. Nach einer Woche hatte ich die erste Begegnung mit den Indianern. Im Zusammenleben mit ihnen wurde ich Augenzeuge des drohenden Völkermordes und entschloss mich, den Indianern zu helfen. Ich reiste jedes Jahr zu ihnen, suchte neue „Aufhänger“ für Bücher und Vorträge.Mit einem Freund  verdingte ich mich als Goldsucher. Es entstanden mehrere TV-Reportagen. Ich konsultierte Papst und Weltbank. Irgendwann war die pro-indianische Lobby ausreichend stark. 2000, nach 20 Jahren Engagement, erhielten die Yanomami einen akzeptablen Frieden. Eine Freundin von mir lebt nun dort, hilft ihnen, autark zu werden.

 

 

Foto: TARGET-Nehberg

 

 

 

Eine (ich denke, ich darf es Lebensaufgabe nennen) ist Ihr Kampf gegen die Tradition – das Verbrechen - der weiblichen Genitalverstümmelung.  Wo findet diese statt? Was erleben Sie? Wie sehen Ihre Wege zur Aufklärung aus? Ein Ende der weiblichen Genitalverstümmelung - wie können Sie Ihr Ziel erreichen?  Wie verarbeiten Sie auch hier Ihre Erlebnisse?

 

Die Indianer hatten Frieden, ich suchte mir eine neue Herausforderung. Es wurde der Kampf gegen das Verbrechen weibliche Genitalverstümmelung, das in 35 Ländern praktiziert wird.Auch dort bin ich Augenzeuge geworden. Weil 90% der täglich 6000 Opfer Muslimas sind (die Christen verstümmeln auch), der Brauch falsch mit dem Koran gerechtfertigt wird und alle Bammel haben, mit dem Islam zu kooperieren, war meine Strategie die, es mit Kraft und Ethik des Islam zu versuchen. Als deutsche Menschenrechtsorganisationen die Idee als unrealistisch abtaten („DerIslam ist nicht dialogfähig!“), haben meine Frau Annette und ich auf Anraten von Amnesty International unsere eigene Organisation ins Leben gerufen: TARGET.

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Höchste Geistesführer erlaubten uns eine „Internationale Gelehrtenkonferenz zum Verbot der weiblichen Genitalverstümmelung“ in der Azhar zu Kairo. Schirmherr: Großmufti Ali Gom’a. Das Resultat, die Fatwa, hat  längst Geschichte geschrieben: „Weibliche Genitalverstümmelung ist ein Verbrechen, das gegen höchste Werte des Islam verstößt.“

Als diese historische Botschaft nicht zum Selbstläufer wurde, haben wir sie im „Goldenen Buch“ dokumentiert. Eine Predigtvorlage für die Imame dieser Erde. Ali Gom’a hat es mit einem Vorwort geehrt und unantastbar gemacht. Es wird uns aus den Händen gerissen. Aber vielen Imamen fehlt der Mut, das Thema öffentlich zu diskutieren. Notgedrungen muss ich mich in Geduld üben und neue Wege suchen. Zum Beispiel: Social Media, erfolgreiche Einschaltung der islamischen UNO (OIC), Versuch der Verkündung in Mekka, Bau einer Geburtshilfeklinik in derDanakilwüste...Arbeit ohne Ende. Aber ganz langsam geht es voran.  

 

Foto: TARGET-Nehberg

 

 

 

 

Annette Ihre Frau - Lebensgefährtin und wichtige Stütze in Ihrem gemeinsamen Engagement.... Verbindet solch eine Aufgabe in besonderer Weise?

 

Ein solches gemeinsames Lebensziel verbindet mehr und vor allem dauerhafter als die biologisch geprägte Gemeinsamkeit. Wir haben Pläne ohne Ende und nicht einmal Zeit, krank zu werden. Und dann kommen Sie noch mit diesem Interview...(lacht)!!!

 

Ja, mein Interview - iIch danke Ihnen sehr für die Möglichkeit es mit Ihnen führen zu können!  

 

Noch eine Frage zum Sinn des Lebens. Wie sehen Sie das Leben? Sie glauben an eine höhere Macht? Ein Leben nach dem Tod?  

 

Ich glaube an eine große Macht, die mich ungefragt in die Welt gesetzt hat und nun wieder spürbar recycelt. Ein Blick ins Weltall macht mich ehrfürchtig, demütig und fassungslos. Dass es danach weitergehen wird, glaube ich nicht, aber ich lasse mich gern überraschen. Der Sinn des Lebens für mich war immer, sozialverträglich zu leben, eine Spur zu hinterlassen und nicht nur Staub auf zu wirbeln.

 

Welche Lebenserfahrung würden Sie der Leserschaft weitergeben?

 

Dass niemand zu gering ist, Visionen zu realisieren und dass derjenige, der mit der Herde geht, nur den Ärschen folgen kann.

 

Ihr Herzenswunsch….

 

...ist, das Ende der weiblichen Genitalverstümmelung noch mit zu erleben mit einer gewaltigen Feier zwischen den Pyramiden, wo die pharaonische Verstümmelung offenbar ihren Anfang genommen hat.

 

 

 

Die weibliche Genitalverstümmelung wird vorwiegend in afrikanischen Ländern begangen - in einigen seit über 5.000 Jahren. Da es unrichtig mit Heiligen Schriften begründet wird und die meisten Opfer Musliminnen sind, sieht TARGET in der Kraft des Islam die größte Chance, den Brauch zu beenden. TARGETs  im Jahr 2001 gegründet "PRO-Islamische Allianz gegen weibliche Genitalverstümmelung" (PIA), hat das Ziel, den Brauch in allen Ländern als "unvereinbar mit dem Koran und der Ethik des Islam, als Diskriminierung des Islam, zur Gottesanmaßung und zur Sünde" zu erklären. Hochrangige islamische Autoritäten haben sich dieser Allianz angeschlossen. Rüdiger Nehbergs Vision ist es, den Azhar-Beschluss in alle Moscheen der Welt zu tragen und schließlich das Verbot weiblicher Genitalverstümmelung in Mekka verkünden zu lassen.   

 

 

www.target-nehberg.de

 

Buchtipps

„Karawaneder Hoffnung“ – unser Kampf gegen Weibliche Genitalverstümmelung

„Überlebenums Verrecken“ – meine internationalen Überlebenstricks

 

 

Lieben Dank! Ich wünsche Ihnen von Herzen alles Liebe!

 

   

 

 

 

     

 'Ich mag es nicht, heute zu wissen, was morgen genau geschieht'

Carsten Stormer 

 

 

 

Foto: privat

 

 

Blick in die Welt - in die Welt eines freien Journalisten, der seinen ganz eigenen Weg geht. Aufgewachsen in Süddeutschland lebt er heute in Manila. Von dort aus berichtet er hauptsächlich aus Krisen- und Kriegsgebieten, wie beispielsweise Afghanistan, Irak, Sudan und Syrien. Ein vorgezeichnetes Leben ist nicht das Leben, das Carsten Stormer führen möchte. Er braucht die Abenteuer, die Gefahr, das pure Leben. Durch den Beruf des Journalisten hat Stormer gemerkt, wie spannend das Leben sein kann. Er erlebt Situationen, die viele Menschen niemals erleben werden. In seinem Buch "Das Leben ist ein wildes Tier", schreibt er über diese gefährlichen Lebenssituationen, die gleichzeitig seine intensivsten sind.

 

 

Interview mit Carsten Stormer

Von Marion Graeber

1. Januar 2014

 

 

 

In Deutschland geboren lebst du heute in Manila. Wie bist du aufgewachsen? Wie war dein Leben als Kind? Hast du Geschwister?

 

Geboren wurde ich in Pinneberg. Aufgewachsen bin ich in einem Vorort von München. Da gab es viel Wald, in dem ich mit meinen Freunden gespielt habe. Oft habe ich darüber die Hausaufgaben vergessen. Mein Verhältnis zu den Eltern war manchmal angespannt, wie es eben so ist. Jetzt ist es sehr gut. Ich habe eine Schwester, der ich sehr eng verbunden bin. Sie ist eine meiner besten Freunde.

 

Wie hast du dir dein Leben als Kind erträumt?

 

Ich habe von Abenteuern geträumt. Ich wollte entdecken, die Welt sehen. James Cook, Karl May, das waren die Bücher, die ich gelesen habe. Deswegen hatte ich wohl auch die Idee, Kapitän zu See zu werden. Ich habe es versucht. Nach zwei Monaten zur See habe ich gemerkt, dass dies nichts für mich ist. Hatte nichts mit Seefahrer-Romantik zu tun.

 

Dein Leben als Teenager und nach dem Abitur. Wusstest du, was du wolltest, oder besser, wusstest du was du nicht wolltest?

 

Nach meinem Abitur hatte ich keine Ahnung, was ich wollte. Ich habe viel ausprobiert. Mal Tourismus studiert. Einmal hatte ich die irrsinnige Idee, mich bei der Marine zu verpflichten. Ich war Barkeeper, Rucksackreisender. Und habe eine Lehre zum Speditionskaufmann abgeschlossen. Das waren die drei schlimmsten Jahre meines Lebens.

 

Ein ‚durchgetaktetes‘ Leben, eine beängstigende Vorstellung für dich? Damals wie heute?

 

Ein durchgetaktes Leben ist nach wie vor ein Alptraum für mich. Ich mag es nicht, heute zu wissen, was morgen genau geschieht. Oder für den Rest meines Lebens.

 

Wie würdest du dich selbst in dieser Phase deines Lebens, als junger Erwachsener kurz nach dem Abitur, beschreiben?

 

Verloren, suchend,verwirrt, verschwenderisch.

 

Dein Traum zur See zu fahren und auch deine Lehre zum Speditionskaufmann erfüllten dein Leben nicht mit Zufriedenheit. Stattdessen hast du als Rucksackreisender die Welt entdeckt. Wann hast du deine erste Reise angetreten und wo führte sie dich hin?

 

Die erste Reise ging nach Thailand. Ich wollte die drei Jahre Spedition aus meinem Gedächtnis löschen. In Asien hat es mir so gut gefallen, dass ich zwei Monate verlängert habe und noch Vietnam und Laos bereist habe. Das war 1997. Da gab es in Asien noch etwas zu entdecken und es war nicht überlaufen.

 

Was hast du auf deinen Reisen gefühlt? Was hat dich vorangetrieben?

 

Demut, tiefe Zufriedenheit. Ich wurde bescheidener. Aber ich war immer auf der Suche, wie ich mein Leben mit Sinn füllen konnte. Irgendwann war das Reisen allein nicht mehr gut genug. Ich wollte mehr. Eine Aufgabe.

 

Foto: Bei der Verteilung von Schulheften an Waisenkinder in Bukavu, Ostkongo (gemeinsam mit pakistanischen Blauhelmsoldaten)

 

 

Immer wieder bist du zurück nach München gekommen, um Geld für die nächsten Reisen zu verdienen. Wie und wo hast du dein Geld verdient?

 

Ich habe in Szenekneipen in München als Barkeeper gearbeitet. Teilweise 40 Stunden die Woche. Das Trinkgeld war so gut und hat mir meine Reisen und vier Jahre Studium finanziert.

 

Gab es auch unterwegs die Möglichkeit Geld zu verdienen? Wie sahen deine Reisen aus?

 

Ich war nie lange vor Ort. Ich habe monatelang die Kontinente bereist und hatte nur wenig Geld zur Verfügung. Zehntausend Mark für ein Jahr in Asien, da kann man sich nicht viel gönnen. Aber Komfort hat mich nicht interessiert. Ich wollte reisen, entdecken. Das Gegenteil von Tourismus. Zum Arbeiten hatte ich keine Gelegenheit, wollte ich auch nicht. Ich hatte mein Erspartes. Wenn das zu Ende ging, flog ich zurück nach München und stellte mich hinter'n Tresen.

 

Sind Freundschaften entstanden?

 

Es sind einige sehr enge Freundschaften entstanden, die bis heute halten und eine wichtige Stütze für mich sind.

 

Welche Sprachen sprichst du?

 

Englisch, Deutsch. Ich war mal ganz gut in Spanisch und Khmer. Ein paar Brocken Arabisch.

 

Hast du darüber nachgedacht, deine Erlebnisse aufzuschreiben?

 

Eigentlich nie so wirklich. Ich war zwar recht gut in Deutsch. Aber ich hatte damals wenig gelesen und noch weniger geschrieben. Das genaue Gegenteil von heute. Das erste Mal habe ich darüber nachgedacht, als ich zwei Mädchen in Kambodscha traf, die gerade auf eine Landmine getreten sind. Mir kam es völlig absurd vor, dass so etwas geschehen kann, ohne dass jemand Notiz davon nimmt.

 

Wann hast du erkannt, dass du als Journalist die Möglichkeit der Berichterstattung nutzen wolltest, wie alt warst du? 

 

Als ich 26 war und immer noch nicht wusste, was ich mit meinem Leben anstellen wollte. Journalismus hörte sich cool an, nach Abenteuer.

 

Du hast Journalismus studiert. Doch auch während des Studiums führten dich deine Wege ins Ausland. Hat dich dein Vater in Bezug auf den Studienplatz unterstützt? Haben dich deine Eltern in deinen Vorhaben generell unterstützt?

 

Ja, mein Vater hatte Angst, dass sein Junge auf der Straße endet. Ich war damals in Kolumbien unterwegs, als ich eine Studienplatz für Journalismus in Bremen bekam.Kolumbien war spannend, aufregend und Bremen weit weg. Ich dachte, dann fange ich eben erst nächstes Jahr an. Aber da war dann plötzlich der NC höher und ich bekam keinen Platz. Mein Vater bekniete die Uni und die ließen sich tatsächlich erweichen. Meine Eltern hatten nicht viel Geld. Ich musste mir mein Leben selbst erarbeiten. Ich habe immer gearbeitet, studiert oder bin gereist. Keine Studentenpartys. Ich hatte im Münchner Nachtleben genug gefeiert. Ich hatte damals schon ein klares Ziel vor Augen. Ich wollte Kriegskorrespondent werden. Nichts anderes. Aber ich denke, meine Eltern sind heute stolz auf mich. Und sie machen sich natürlich große Sorgen.

 

 

Foto: Mit amerikanischen Soldaten in den Bergen der Provinz Paktika, Afghanistan

 

 

 

Das Leben als freier Journalist – wie würdest du dieses Leben beschreiben?

 

Dreifache Arbeit für halbes Gehalt. Anstrengend. Aber man ist frei, kein Redaktionssklave. Ich entscheide, was ich für wichtig finde. Zum Glück bedeutet mir Geld nicht viel. Aber es nimmt Sorgen und schafft Unabhängigkeit. Ich hätte nichts dagegen, mehr davon zu haben.

 

Foto: Die Suche nach etwas Ruhe in einem mit Sandsäcken verbarrikadierten Bunker in Afghanistan

 

 

 

 

Was erlebst du bei deinen Einsätzen, wie beispielsweise in Syrien?

 

Ich sehe Menschen sterben. Das ist schwer. Aber ich lerne, Demut zum Beispiel. Meine Sorgen werden nebensächlich. Es frisst an der Seele. Aber ich finde die Arbeit wichtig. Journalisten sind Zeugen. Deswegen sind wir heute Ziele von Anschlägen oder werden entführt. Und Redaktionen verlassen sich immer mehr auf freie Journalisten. Denen kann man weniger bezahlen und muss keine Verantwortung übernehmen, wenn etwas passiert.

 

Wie verarbeitest du das Erlebte?

 

Ich schreibe, fotografiere, filme. Die Bilder in meinem Kopf will ich behalten. Es ist nicht einfach, aber von Selbstmitleid halte ich nichts. Wenn ich damit nicht zurecht komme, muss ich mir einen anderen Job suchen.

 

Foto: Carsten Stormer - Impression aus Aleppo, Syrien

 

 

Ständig in lebensbedrohenden Situationen zu sein – was stellt das mit einem an? Wie begegnest du dem Tod? Hast du Angst? Glaubst du an einen Gott und an ein Leben nach dem Tod?

 

Ich habe große Angst. Sie ist ständiger Begleiter. Sie schützt mich davor, Dummheiten zu machen. Ich kalkuliere Risiken. Ich glaube an keine Götter und auch nicht an ein Leben nach dem Tod. Ich glaube fest daran, dass wir nur eine begrenzte Zeit haben und diese nutzen sollten, die Welt ein bisschen besser zu hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben.

 

Wie begegnest du Überlebenden, Trauernden, Traumatisierten,Verletzten… ?

 

Das ist ganz schwer. Die Toten haben es überstanden. Die Überlebenden, Trauernden, Verletzten sind es, die einen lange begleiten.

 

Lebst du bewusster, intensiver?

 

Sehr viel bewusster und intensiver.

 

 

Foto: Carsten Stormer - Impression aus Aleppo, Syrien

 

 

 

Du fotografierst, berichtest, informierst, schreibst Reportagen … und du gibst aktive Hilfestellung.

   

Wann immer ich kann, versuche ich zu helfen. Ich bin in erster Linie Mensch. Meine Erfahrungen haben mich gelehrt, Haltung zu beziehen. Ich verkaufe meine Seele nicht für eine Veröffentlichung oder ein Foto.

 

Wie würdest du dich heute selbst beschreiben?

 

Ich brauche meinen Beruf und meine Frau. Viel mehr nicht. Materielle Dinge bedeuten mir nicht viel. Aber es ist auch ganz schön, sich das Leben mit Dingen zu verschönern. Aber ich hänge nicht an ihnen. Ich brauche Bücher, Musik, Filme, Museen, Ausstellungen, Natur.

 

Viele Jahre hattest du keinen festen Wohnsitz. Heute lebst du mit deiner Frau in Manila. Kommst du etwas zur Ruhe? Dein Leben mit deiner Frau – ein wertvoller Rückzugsort? Wie hast du deine Frau kennen gelernt? Wie ist das Leben in Manila? 

 

Ich habe meine Frau in Manila über einen gemeinsamen Bekannten kennengelernt. Manila ist eine spannende Stadt. Aber es leben 12 Millionen Menschen dort. Es herrscht gewaltige Armut, soziale Ungerechtigkeit und eine Klassengesellschaft, die mich anwidert. Wenn ich nicht auf Reisen bin, bin ich in Manila. Wir haben ein Haus am Stadtrand gekauft, dort ist es ruhig. Ich vermisse den Trubel, das Leben als Single, die Abstürze, das Kribbeln der Großstadt. Aber ich habe eingesehen, dass ich auch mal zur Ruhe kommen muss.

 

Wann ist dein nächster Einsatz in einem Krisengebiet?

 

Sobald es in Syrien für ausländische Reporter wieder möglich ist zu arbeiten, reise ich wieder hin. Im Augenblick ist die Gefahr zu hoch, von Extremisten entführt zu werden. 30 Kollegen sind zur Zeit vermisst. Und im Südsudan oder in der Zentralafrikanischen Republik ist es auch schlimm zur Zeit. Im Augenblick muss ich aber erst meine Eindrücke aus Syrien verarbeiten.

 

Du berichtest auch aus den Slums von Manila. Erzählst die Geschichte eines Mädchens dort…

 

Ich habe oft die Slums in den Philippinen besucht.

 

Wie hast du den Taifun ‚Haiyan‘ im November erlebt?

 

Zum Glück waren wir in Manila von dem Taifun nicht betroffen. Ich hatte viele Anfragen, aus dem Katastrophengebiet zu berichten. Aber ich hatte einen Auftrag in Indonesien, den ich nicht absagen konnte. Ich reise auch nicht gerne zu Naturkatastrophen.

 

Die Hilfsaktionen laufen – wie beschreibst du die momentane Situation?

 

Die Situation der Menschen in Leyte ist immer noch schlimm. Aber es wird besser. Es wird aber noch Jahre dauern, bis der Aufbau beendet ist. Die Menschen brauchen weiterhin Hilfe. Aber inzwischen ist das Thema fast aus den Medien verschwunden.

 

Wann und wo schreibst du? Brauchst du ein bestimmtes Umfeld?

 

Ich brauche kein bestimmtes Umfeld. Aber am besten schreibe ich am Strand, in völliger Ruhe. Oder ich schließe mich Zuhause ein und suche nach Worten. Es kann schon mal eine Woche dauern, bis eine Reportage fertig ist.

 

 

 

 

Carsten Stormer wurde angeschossen und mit einer Panzerfaust beschossen. "In so einem Moment hat man eine irrsinig große Angst und es gehen einem sehr viele seltsame Gefühle und Gedanken durch den Kopf. Hinterher merkt man, wie toll das Leben eigentlich ist - und, dass man unbedingt leben möchte". Stormer reist oftmals ohne konkreten Auftrag in die Kriegs- und Krisengebiete dieser Welt. Seine Reportagen verkauft er erst während er im Ausland ist. Seine Erfahrungen und Eindrücke sind in Magazinen, wie beispielsweise dem Stern, Focus, FAZ, Amnesty International, Readerst Digest Asia, Playboy und Marie Claire zu lesen. Manchmal decken seine Einnahmen nur seine Reisekosten.

 

Carsten Stormer erzählt von Schicksalen - von Freiheitskämpfern in Burma, von den vergewaltigten Frauen vom Kivu-See, von philippinischen Kindern, die zwischen die Fronten eines vergessenen Krieges geraten, von sudanesischen Rebellen und von Flüchtlingen in Somalia. Und er ist sich sicher - Ihr Leid darf nicht unbemerkt bleiben.  

 

Mit dem Titel seines Buches drückt der Journalist sein Lebens-Gefühl aus. "Das Leben hat mich angesprungen, wie ein wildes Tier - das Leben kam auf mich zu und hat mich angefallen. Ich wollte das immer erleben. Ich wollte das Leben spüren und mit Inhalten füllen".

 

 

Dein Buch „Das Leben ist ein wildes Tier“. Warum hast du es geschrieben?

 

Ich habe das Buch geschrieben, damit vor allem meine Familie und Freunde erfahren, was ich erlebe.

   

Fehlt dir Deutschland/München?

 

Inzwischen fehlt mir Deutschland, vor allem München sehr. Deutschland ist im Vergleich ein Paradies. Vor allem fehlt mir die Kultur, das Radlfahren, die Isar, die Berge, meine Freunde.

 

Wie oft besuchst du deine ‚alte Heimat‘?

 

Wenn es gut läuft: Einmal im Jahr für zwei Wochen.

 

Wenn du zuhause in München bist veranstaltest du Videoabende/Vorträge. Gibt es ein aktuelles Datum?

 

Leider gibt es noch kein aktuelles Datum.

 

Kannst du dir vorstellen, eines Tages nach München zurück zu kehren?

 

Für immer? Nein. Deutschland ist ein schmales Land, und auch das Denken vieler Menschen ist schmal. Man bekommt immer erst mal zu hören, das Dinge nicht möglich sind. Zu viele Regeln. Wenn ich auf all die guten Ratschläge gehört hätte, wäre ich heute noch Speditionskaufmann und todunglücklich. Aber ich würde gerne mehr Zeit in Deutschland verbringen. Es ist, trotz allem, ein wunderbares, schönes Land.

 

Hast du Zeit und Muse für Hobbys?

 

Mein Beruf ist mein Hobby. Viel mehr brauche ich nicht. Ich gehe gerne in Bars, ins Kino, treffe mich mit Freunden. Ich bin einen großen Tei des Jahres alleine unterwegs, da ist Gesellschaft wichtig. Ich hätte gerne mehr Zeit und Geld, mir die schönen Dinge der Welt anzusehen. Eine Reise in die Toskana, zum Beispiel. Mit meiner Frau Europa bereisen. Irgendwann mal, vielleicht. Mehr Zeit für Freunde.

 

Hast du Wünsche, Ziele?

Ich würde gerne gesund bleiben. Mit meiner Arbeit Menschen zum Denken bewegen.  

 

 

 

http://carstenstormer.com/home

 

 

 

Liebsten Dank für die Möglichkeit dieses Interview mit dir führen zu können.  

Alles Liebe.  

 

 

 

 

 

 

 

 

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